Nr. 3 für heute

Come to where the Textflut is. Nein, ich habe nichts Besseres zu tun, als Werbeslogans zu mißbrauchen. Die Texte tun es dem Schweiß gleich und sprudeln fröhlich hinaus, was aber leider nicht für Referate gilt. Diesen Textschwall bekam Vanessa leider auch schon ab und ich hoffe, sie nimmt es mir nicht zu krum. Ich bin auf dem Weg zu meiner Mutter, um meinen neuen Untermieter abzuholen. Seit gestern manifestiert sich eine schöne Melancholie in mir. Wobei Melancholie das falsche Wort ist. Ich bin nicht schwermütig, es eher so, daß es sich anfühlt, als sei nun Lebensabschnitt dem Ende nahe. Ich lenke hierbei, den bösen Zungen zum Trotz, die Aufmerksamkeit auf das Wort Lebensabschnitt. Keine Sorge, ich lebe weiter.
Aber welcher Abschnitt gerade zu Ende geht weiß ich nicht. Vielleicht ist es, was ich gestern schon geschrieben habe. Ich fange an mich von der Erbschuld der letzten sechs Jahre zu befreien. Ich fühle mich langsam nicht mehr schuldig für alles, was mal passiert ist, werde es aber niemals vergessen. Nichts wiegt schwerer als mein schlechtes Gewissen, nur man sollte sich auch irgendwann selbst verzeihen. Man ist selten alleine die Wurzel allenübels, dazu gehören meistens zwei Menschen.
Hier bin ich nun und schmunzeleüber viele Kleinigkeiten. Freunde, die sich auf dem Bahnhof verabschieden, Liebende, die sich wieder sehen und Rätselnde, die sich fragen was doch in meinem Katzenkorb sei. Ich finde im Moment sogar das Gefühl schön entmachtet zu sein. Mal jemanden nicht einschätzen zu können, hätte ich mir nicht träumen lassen. Ausgerechnet jetzt wo ich Sicherheit mehr denn je angepeilt hatte. Wenn ich doch etwas noch gut kann, ist es die meisten Menschen einzuschätzen, was hier alle sehr genau wissen. Genau wie ich weiß, daß ich dann grobe Fehler mache, wenn ich mit den Menschen umgehen soll.
Keiner weiß wirklich, was Montag alles durcheinander gebracht hat und noch weniger können es verstehen. Aber ich bin froh, daß dem Kontrollfreak in mir gut zugesetzt wurde. Ich verabscheue Kontrolle, aber anscheinend war es lange ein Teil meines Lebens. Ich fühle mich leichter jetzt, wenn auch auf ungewohntem Gebiet. Ahh ich muß aussteigen. *wink*

.: Danke Jones – Invisible :.

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