Artikel von Juli 13th, 2006

Nr. 3 für heute

Come to where the Textflut is. Nein, ich habe nichts Besseres zu tun, als Werbeslogans zu mißbrauchen. Die Texte tun es dem Schweiß gleich und sprudeln fröhlich hinaus, was aber leider nicht für Referate gilt. Diesen Textschwall bekam Vanessa leider auch schon ab und ich hoffe, sie nimmt es mir nicht zu krum. Ich bin auf dem Weg zu meiner Mutter, um meinen neuen Untermieter abzuholen. Seit gestern manifestiert sich eine schöne Melancholie in mir. Wobei Melancholie das falsche Wort ist. Ich bin nicht schwermütig, es eher so, daß es sich anfühlt, als sei nun Lebensabschnitt dem Ende nahe. Ich lenke hierbei, den bösen Zungen zum Trotz, die Aufmerksamkeit auf das Wort Lebensabschnitt. Keine Sorge, ich lebe weiter. Aber welcher Abschnitt gerade zu Ende geht weiß ich nicht. Vielleicht ist es, was ich gestern schon geschrieben habe. Ich fange an mich von der Erbschuld der letzten sechs Jahre zu befreien. Ich fühle mich langsam nicht mehr schuldig für alles, was mal passiert ist, werde es aber niemals vergessen. Nichts wiegt schwerer als mein schlechtes Gewissen, nur man sollte sich auch irgendwann selbst verzeihen. Man ist selten alleine die Wurzel allenübels, dazu gehören meistens zwei Menschen. Hier bin ich nun und schmunzeleüber viele Kleinigkeiten. Freunde, die sich auf dem Bahnhof verabschieden, Liebende, die sich wieder sehen und Rätselnde, die sich fragen was doch in meinem Katzenkorb sei. Ich finde im Moment sogar das Gefühl schön entmachtet zu sein. Mal jemanden nicht einschätzen zu können, hätte ich mir nicht träumen lassen. Ausgerechnet jetzt wo ich Sicherheit mehr denn je angepeilt hatte. Wenn ich doch etwas noch gut kann, ist es die meisten Menschen einzuschätzen, was hier alle sehr genau wissen. Genau wie ich weiß, daß ich dann grobe Fehler mache, wenn ich mit den Menschen umgehen soll. Keiner weiß wirklich, was Montag alles durcheinander gebracht hat und noch weniger können es verstehen. Aber ich bin froh, daß dem Kontrollfreak in mir gut zugesetzt wurde. Ich verabscheue Kontrolle, aber anscheinend war es lange ein Teil meines Lebens. Ich fühle mich leichter jetzt, wenn auch auf ungewohntem Gebiet. Ahh ich muß aussteigen. *wink* .: Danke Jones – Invisible...

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Natürliche Auslese

Mwahaha, durch die beschwerden eines Komolitionen wurde ich an eine lustige Sache aus Hildesheim erinnert. Ihr wißt schon, die Exkursion letzte Woche. Unser Seminar besteht nur aus netten Leuten, abgesehen natürlich von dem Quotenspacken, der ja, um das natürliche Gleichgewicht der Dinge zu erfüllen,überall dabei sein muß. Eine Erfahrung war, daß er wirklich noch nerven kann, wenn man sein sinnbefreites Geschwafel den ganzen Tag ertragen muß, anstatt nur zwei Stunden. Seine Fleck-Tarn Bundeswehr Hose wird elegant vom seinem mit Schweiß und Essen beflecktem „Kill Cops!“ TShirt abgerundet. Was passierte viel niemandem auf. Es war nur so, daß alle wie durch ein Wunder besser gelaunt waren. Das Gefühl nachlassender Kopfschmerzen ist sehrähnlich. Gut zwei Stunden später wußten wir endlich was passiert ist. Anfangs schoben wir es auf die erfrischende Hildesheimer Luft, doch dann beim durchzählen ist uns aufgefallen, daß der Quotendepp verschwunden war. Entgegen einigen stilistischenübertreibungen ist das die volle Wahrheit. Niemand hat bemerkt, daß er und wie er verschwand. Stundenlang. Ich hatte mir gewünscht, daß er sich in Luft auflöst und war damit garantiert nicht allein. Das Schöne war, er verschwand einfach. Heute fragte er, ob ihn denn niemand vermißt hat. Er wollte sich unterwegs einen Döner holen und auf einmal waren alle verschwunden. Naja der intelligente Teil von uns hat dafür die Mittagspause genutzt. Trotz seinem Versuchs ein paar Bullenschweine nach dem Ding da wo die Mummien sind zu fragen, kam er nicht auf den rechten Pfad zurück. Sie schickten ihn praktisch ans andere Ende der Stadt, was in Hildesheim nicht weit ist, aber ein deutliches Zeichen. Vielleicht lag es an seiner Wortwahl oder am „Kill Cops!“ TShirt… Das Leben schlägt zurück. .: Disturbed – Down with the Sickness...

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Kontrollfreaks in Frieden

Diese leere Seite will beschrieben werden, denke ich mir gerade. Was ich im Kopf habe, will sogar hier hin, nur schwirre ich gerade durch die Gegend. Ich fühle mich gerade frei und leicht… und happy :-). Ich weiß gar nicht wieso, irgendwie ist mir in den letzten Stunden ein Stein vom Herzen gefallen. Ich weiß nicht was dieser Stein war, ich weiß nur, wer mir den Schubs gab ihn runterzuwerfen. Es ist gut mal die Sachen zu hören, die man selbst anderen sagt. Es ist noch besser, wenn man einiges hört, daß man selbst noch nicht weiß. Danke sehr. Es dreht sich wieder alles um den Weg, der mein Leben ist, der ich bin, der meine Welt ist und vielleicht auch mit meinem Leben nicht zuende sein wird. Alles neue was ich in den letzten Monaten gesehen, gelernt und erfahren habe, hat mich sehr verändert, auch wenn ich immer noch gleich aussehe, gleich handle und gleich rede. Es ist etwas anders, aber was es genau ist, kann ich nicht sagen, aber es ist etwas wichtiges. Wie mein imaginärer, aber aus stilistischen Gründen immer gerne erwähnter Großvater immer gesagt hat:“Junge, dat Leben is ken Wunschkonzert.“ Um mal Phrasen zu dreschen, erhöhe ich noch. Das Leben ist nicht mal ein Ponyhof. Lebe ich oder plane ich zu leben? Ich habe die letzten Jahre eher das zweite gemacht. Nicht nur, aber größtenteils. Ich bin wirklich zu einem kleinen Kontrolfreak geworden und ich bin gut darin. So gut wie man darin sein kann etwas zu kontrollieren, was nicht zu kontrollieren ist. Ich versuche das Leben und mich zu kontrollieren, lege mich an die Leine aus Angst alte Fehler zu begehen. Die Wahrheit ist aber, wenn man aus Fehlern gelernt hat, dann begeht man sie nicht mehr. Man kann sich nicht mit Gewalt dazu zwingen etwas zu lernen. Man kann auch andere nicht dazu zwingen. Wenn man einen wirklich einen anderen Weg gehen will, dann wird man das. Das Gefühl kommt von Innen und wird nicht, wie bei mir im Moment, vom Verstand erzwungen. Das ist keine Rechtfertigung für zukünftige Dummheiten. Egal warum und was man tut, man muß mit den Konsequenzen leben und sich ihnen stellen. „Wehe wenn sie losgelassen“ (noch eine Phrase mehr) und ich sollte mich mal wieder von der Leine lassen. Ich habe Angst vor dem was ich tue, wenn ich nicht nachdenke. Bevor ich etwas sage, schätze ich die...

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