Karma

Wunder gibt es immer wieder, nur sollte man sich nicht darauf verlassen. Zwar könnte ich jetzt alles als Zufall abtun, da ich aberüber jeden rettenden Strohhalmäußerst dankbar bin, interpretiere ich alles so positiv wie möglich. Nichts beschäftigt mich im Moment mehr als die Frage warum ich so bin, wie ich bin, wenn ich nie einen Lohn bekomme, der meinem grenztranszendenten Geist angemessen erscheint. Dabeiübersehe ich den Lohn, daß ich erfahrener werde und immer größere Aufgaben meistern kann, um dann nach einem größeren, nicht eintreffenden, Lohn verlangen zu können. Die exzessive Nutzung des Wortes Lohn istübrigens Absicht.
Es ist schon irgendwie undankbar von mir immer nach mehr zu fragen und mich nicht mal in Geduld zuüben, auf ein anderes Dauerhaftes Gut zu warten, als die Entwicklung meiner eigenen Person. Immerhin bin ich für den Rest meines Lebens unweigerlich Teil meines Lebens, obwohl eine multiple Persönlichkeit auch eine gewisse Würze ins Leben bringen könnte.
Zurück zum Karma. Eine liebe Frau, die ich morgen endlich mal wiedersehe, sagte mir einmal, sie glaubt fest daran, daß guten Menschen, gute Dinge passieren. Ich hoffe diese Vorstellung mehr als ich sie glaube. Immerhin bekomme ich für meine schlechten Taten immer eine Quittung, während mir von den Guten nur ein relativ abstraktes Gefühl zwischen Schäfchenwolken und Dummheit bleibt.
Allerdings ist anzumerken, daß es auch manchmal funktioniert. Wäre ich gestern nicht für Veit zu „Hello Kitty“ gefahren, um für seine Freundin etwas zu besorgen, hätte ich heute Steffi kein Geld leihen können. Ich selten Bargeld bei mir. Gestern habe ich bei „Hello Kitty“ eine Handtasche gekauft, wovon esübrigens lustige Fotos gibt, die aber leider nicht in meinem Besitz sind. Dort habe ich mit Karte bezahlt, aber von Veit später am Abend Bargeld bekommen. Heute verlangte unser Dozent für die Exkursion am nächsten Donnerstagüberraschend Geld im voraus. 10 Euro pro Person, wovon Steffi leider nur 2 Euro dabei hatte. Aber ich hatte ja die zwei 10 Euroscheine von Veit und somit jetzt einen Stein bei Steffi im Brett. Manchmal funktioniert etwas, manchmal gibt’s auch schöne Zufälle und manchmal versuche ich auch etwas positiv zu sehen
Also trotte ich meinen Weg erstmal weiter, irgendwo zwischen Helfersyndrom und Egoismus. Die Wut der letzten Tage kam natürlich wieder von Larissa. Sie kommt zwar bei mirüber jede Mauer rüber, verletzt mich, aber meine Wut reicht immer noch nicht aus, um es ihr gleich zu tun. Allerdings war das schon sehr nah dran. Ihr totales, nicht gespieltes, Entsetzen darüber, daß ich nach: „All den Monaten“, immer noch darüber nachdenke in Kombination mit nuttigen Communityfotos brachten mich schon wieder an den Rand einer Sinnkrise. Habe ich mir wirklich die letzten zwei Jahre für diesen Menschen den Arsch aufgerissen, hat sie sich spontan einen neuen Charakter gekauft oder wurde sie von Illuminati entführt und durch eine pervertierte Version von ihr ersetzt. Wie dem auch sei, laßt euch nicht von dem bißchen aufblitzenden Humor täuschen. Ich vermisse sie leider und das Gefühl geht mir auch nach „all den Monaten“ verdammt nah und zieht mich runter.
Ich werde aber weiterhin mein Schwert führen, es schärfen und mich schützend vor euch stellen. Vielleicht schütze ich mich auch endlich mal selbst, aber im Moment stehe ich mehr passiv da und absorbiere Ärger und Schmerz.
Vielleicht kommt ja auch lange Sicht wirklich etwas für mich dabei rum, wenn ich so bin, wie ich bin, obwohl das Absorbieren des Ärgers in Zukunft zu unterlassen wäre. Das Wort ist mein Schwert, mein Glaube ist mein Schild und das hier… das ist mein Kampf.

.: Die Fantastischen Vier – Mein Schwert :.

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