Mauern

Ich erinner mich daran, daß ich schon mal einen Beitrag so genannt habe. Damals war er wesentlich hoffnungsvoller. Zuerst einmal wäre in aller Höflichkeit festzustellen, daß jeder, der mir sagt, daß er sich im Moment wegen Grund X oder Y für mich freut, einfach mal die Klappe halten soll und / oder noch mal drüber nachdenkt. Besonders ist anzumerken, daß man sich am besten erst wirklich gedanken macht anstatt irgendeine oberflächliche Scheiße von sich zu geben. Ja genau, ich mein euch vier. Ja alle vier (Ja Dich auch, Bitchy). Gut, das war erstmal genug Wut.
Ich höre gerade wieder Herrn Caputo in Endlosschleife. Genau wie Freitag Nacht als Anna (ja ich schreib Dich absichtlich so) hier auf dem Sofa lag und geschlafen hat. Ich sollte unbedingt Webcams in jedem Raum einbauen. Das hätte zwei Vorteile. Erstens würde ich bestimmt ein paar kleine Euros damit verdienen können. Immerhin ist das hier kranker als Gute Zeiten / Schlechte Zeiten und hat die heisseren Sexszenen. Zweitens könnte ich dann einigen Leuten mal vor Augen führen wie sie sich benehmen, wenn sie hier sind. Besonders könnte ich auch noch mal abspielen was sie so sagen, besonders wenn es entspannt auf dem Sofa im Halbschlaf war und sich nicht mehr erinnert.
Irgendwas muß ich verpaßt haben. Ich meine, daß Mauern natürlich nützlich sind. Sie schützen uns vor allen schlechten Einflüßen. Aber seit wann vermauert man sich so sehr, daß auch die schönen Dinge draussen bleiben müssen? Was hat man dann noch von seiner Sicherheit.
Das was bei mir seit 11 Tagen läuft ist jedenfalls für mich sehr gefährlich, vielleicht weil als einziger meine Konsequenzen daraus ziehe. Wenn die folgenden Sätze gemein, ungerecht oder wahr sind, dann sag mir das bitte. Das ist einer der Gründe für meinen Striptease hier.
Also vor 11 Tagen kam jemand zu mir mit der Absicht zerbrochen zu werden. Du hast Dich mir entgegen geworfen und gehofft ich geb Dir den Rest. Aber ich habe Dich gefangen, Dir Kraft gegeben und Dich vor Dir selbst geschützt. Seitdem ist etwas zwischen uns. Etwas weder Freundschaft noch Liebe. Für mich ist es eindeutig mehr als eine Freundschaft, aber anders als Liebe. Es ist tiefer als einfach nur verknallt zu sein, aber wenn ich verliebt war, habe ich mich anders gefühlt.
Wie oft hast Du Dich in den 11 Tagen schon wider dem verhalten, was Du sein willst? Du sagst bestimmt:“Oh hab ich das?“ Genau wie Du das sagst, wenn mir irgendwas an Deiner Mimik auffällt. Ich nenn unser Gefühl eine schöne Basis, bei Dir klingt es als wäre es ein notwendigesübel, das du in Kauf nehmen mußt, um mich in Deinem Leben haben zu können. Du machst Dir so viele Gedanken darüber was Du alles nicht willst und was Du verhindern willst. Tust Du auch mal was? Kreierst Du etwas? Ich danke Dir wirklich sehr für das, was Du alles für mich tust. Du tust eine Menge und es fühlt sich gut an. Aber es hinterläßt einen falschen Geschmack. Ich damit nicht meine Angst davor, daß Du anders handelst als Du es vorgibst. Auch nicht, daß Du oft Sachen sagst, die Du, wenn Du ehrlich drüber nachdenkst gar nicht so siehst.
Der bittere Geschmack ist das Gefühl. daß Du die guten Dinge für mich als Gegenleistung tust. Als Gegenleistung dafür, daß es Dir durch mich gut geht. Anstatt, daß die Gefühle mit Konsequenzen gelebt werden, kommt es mir vor, als läuft das ganze auf Handelsbasis. Du kriegst was, ich krieg was. Ich krieg was, Du weißt, daß ich da bleibe. Das soll nicht heißen, daß Du mich nicht magst. Aber ich kriege mehr und mehr das gefühl „praktisch“ zu sein und dafür bin ich mir zu schade. Früher dachte ich mal, daß sich aus solchen Situationen kann sich was entwickeln, aber spätestens das Schnitzel hat mich darauf aufmerksam gemacht, daß man am anfang eine Erwartung haben kann und dann alles versucht, um die Situation in den Plan zu pressen.
Für mich haben Gefühle, Handlungen und Situationen Konsequenzen. Das eine geht nicht ohne das andere. Aber da gehöre ich wohl zu einer ausssterbenden Spezies.
Hast Du Dich schon mal gefragt warum Du manche Sachen so sehr willst? Hast Du Dich schon mal gefragt, warum Du Dich in manchen Dingen gerne „so“ hättest? Es ist gut auf sein Gefühl zu hören, aber es ist besser auf offen und laut dazu zu stehen, was es einem sagt.. und zwar zu allem.
Ich für meinen Teil habe mich sehr wohl gefühlt. Ich tue es sogar noch, wenn ich an die letzten Tage denke. Manche Gesten hinterlassen bei mir einen bestimmten Eindruck. Mein Gefühl bestätigt die Sachen, die Du manchmal nebenbei sagst, wenn Du nicht aufpasst oder zumindest den anschein erwerken willst, als wäre das gerade nicht wichtig gewesen.
Ich bin noch hier, aber ich hab was dagegen ein billiges Rund-um-sorglos Packet zu sein. Ich bin weder ein Haushaltsgegenstand noch eine Droge. Vorallem bin ich nicht billig. Ich verlange viel. Manche Dinge, die Du bekommst gibts immer nur für einen Menschen auf der Welt. Viele Dinge, schönere Dingere kommen dann noch hinterher, aber ob Du das jemals rausfinden wirst, hängt von den Mauern ab, die die Sicht versperren.
– Chaos out

.: Evansecence – Going Under :.

5 Kommentare

  1. Linkin Park :crawling
    und danach zur Motivation
    Bloodhound Gang :I hope you die

    Kopf hoch, Alter:grin:

  2. ganz so aggro bin ich noch nicht. alles vorstufe

  3. hmmm..na dann tröööt

  4. ich hab ja mein gänseblümchen

  5. na dann wird alles gut…

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