Surrender to nothing

Hier sind wir wieder: Meine Gedanken, mein Herz und ich. Aller guten Dinge sind drei. Der Schmerz darf draußen bleiben. Leider mischt er sich immer ein. Angeführt von meinen vier Apokalyptischen Reitern: Liebe, Hoffnung, Vertrauen und Glück zieht er im Schafspelz in mein Leben ein.

Surrender to nothing or run, as far as you can.

dröhnt es bei mir aus den Lautsprechern. In Flames – Pacing Death’s Trail ist das Lied der letzten Wochen. Ich werde niemals wieder wegrennen. Krampfhaft versuche ich das letzte bißchen Schutzschild aufzubauen, um den Treffer abzuwehren. Aber es hat schon getroffen. Ich habe den Treffer erwartet, ich bin ja nicht blind. Ich habe auch gedacht, daß ich ihn wegstecken kann. Jetzt merke ich, daß ich das gar nicht will. Ich habe ihre Augen gesehen, ihre Art. Aber was bringt das schon?
Ohne fies sein zu wollen: In ihrem Profil steht, daß sie Chaos mag. Die Wahrheit ist glaube ich, daß sie davor Angst hat.

Compassion, confession, it’s all a compromise.
Dedication, domination, please, define the lines.

Warum denken alle Leute nur noch, daß man durch Beziehungen etwas verlieren kann. Ich wollte mir erstmal die Frage gar nicht stellen, ich wollte in Ruhe mal jemanden kennenlernen. Sie hat sich doch auch wohl Gefühlt. Wir haben zwar einen total unterschiedlichen Stil. Wir würden wahrscheinlich nie in den gleichen Club gehen. Vielleicht weil mein Musikstil mir, meinen Freunden, Zielen und meiner Kleidung entspricht. Bei ihr ist das eher das Gegenteil. Er entspricht ihrem Charakter, deswegen mag ich sie ja auch. Naja zu Beziehungen gehören zwei Menschen, aber zu Gefühlen gehören vor allem zwei Dinge. Man muß sie erstens haben und zweitens auch zulassen.
Sie meinte, daß die Entscheidung gegen mich gar nichts mit mir zu tun hat. Ein Paradoxon, das leider auch stimmt. Man kann Entscheidungen wunderbar gegen etwas fällen, wenn man es ganz aus dem Entscheidungsprozeß rausläßt. Das macht es leichter. Trotzdem war sie irgendwann beim Essen unsicher und aufgewühlt. Ich sehe doch, daß sie mit sich kämpft. Aber macht das einen Unterschied, nein. Ich kriege auch keine Chance irgendwas zu zeigen. Gerne hätte ich ihr geholfen, als sie die Hilfe später brauchte, aber sie hat mich weggeschickt. Sichöffnen heißt wohl auch immer Schwäche zeigen. Dabei ist jeder manchmal schwach, nur die meisten Menschen wollen das nicht wahr haben.
Wenn sie das alles kalt gelassen hätte, hätte sie vorhin auch nicht den Stern abgeschossen. Gefühle haben und zulassen sind zwei Dinge.
Ich bin hier, ich bleibe hier und ich warte. Von dem Moment unserer Geburt an, sind wir schon tot. Wir kämpfen jeden Tag, um uns ein Leben zu verdienen. Wenn man kämpft, kann man nur Gewinnen.

.: Revolverheld – Romeo :.

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