Wie es geht

Eine Mischung aus Schock, Schmerz und Fragen quält mich jeden Tag. Ich wüßte gerne, was ich tun soll, was ich tun kann, um sie wieder normal zu kriegen. Aber das liegt wohl nicht in meiner Macht und meiner Entscheidung.
Das Traurigste ist für mich im Moment der Gedanke ans Gildentreffen. Ich werde nicht da sein, mir würde das zu sehr weh tun. Aber die anderen werden mit der Larissa da sein, die ich so sehr vermisse. Sie wird freundlich, lieb und wunderschön sein. Alles das, was sie mir nie wieder zeigen will. Zu mir ist sie böse und brutal. Warum? Ich habe ihr doch immer nur geholfen. Jetzt bin ich wohl nicht mehr der, der mit ihr die Probleme angeht, sondern der, der sie daran erinnert. Ich bin ihr Gegenspieler, nicht ihr Freund. Alle Wut, aller Frust trifft mich. Fehler, die ich gemacht habe, würde ich so gerne wieder gut machen. Ich könnte das.
Sie fehlt mir einfach nur. Auch wenn sie im Moment fies und egoistisch ist. Der Mensch, der sie mal war ist da noch, genau wie die Gefühle. Doch ist alles unter einer riesengroßen Lawine der Wut vergraben. Diese Wut entläd sich nur an mir.
Während unserer Beziehung hat uns ihr gespaltenes Verhalten sehr zu schaffen gemacht. Sie wollte nie wissen was in ihr vorgeht und das hat man gemerkt. Meistens wollte sie Nähe und Kuscheln, aber dann schrie sie mich plötzlich an oder wollte nicht mehr angefaßt werden. Nach kurzer Zeit war das vorrüber und alles war wieder ganz normal. Sie saß irgendwann mal da und meinte weinend, daß sie sich selbst nie versteht. Am letzten Wochenende, als wir noch zusammen waren, hatte sie Angst, daß ich sterben kann und alles dann vorbei ist. Sie hat mich die nächsten zwei Tage nicht mehr losgelassen. Am Montag hatte ich keine Uni, aber sie ging davon aus, daß ich nicht da bin. Eine halbe Stunde nachdem sie nach Hause kam schrie sie mich an. Sie will allein sein, sie braucht Freiraum, sie will keine Nähe. Der Zustand hielt dieses mal länger.
Ich habe mich dran gewöhnt, auch wenn es oft so war. Aber ich kann immer nur das gleiche sagen: Ich mag sie so, wie sie ist.
Und ehrlich gesagt, ich vermisse sie so auch sehr.

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