Nicht dasselbe

Ich war gestern Abend weg. Die Musik war ok, ich habe gelacht und die Zeit verging. Wenn ich alleine zu Hause gewesen wäre, dann wäre ich wohl wieder sehr traurig gewesen. Aber nein, ich hatte schon Spaß. Trotzdem ist es einfach nicht das Selbe. Ich merke, daß mir das weggehen gefehlt hat und daß wir auch ruhig mal getrennt hätten weggehen können. Nur ohne, daß sie dabei ist und ohne, daß sie zu Hause ist, macht alles etwas weniger Spaß.
Unsere kleinen Zoffs haben manche Tage echt runtergerissen, aber trotzdem kommt mir die Zeit mit ihr glücklicher vor, viel glücklicher. Im Moment ist alles so, wie ein gutes Lied, das viel zu früh zuende ist. Wie ein schöner Sonnentag, den man drinnen verbringen muß.
Ich weiß noch wie es vor zwei Jahren war. Bevor es richtig mit uns losging. Ich hatte gesagt, daß das mit uns keinen Sinn hat, weil alle gegen uns sind und weil der Altersunterschied zu groß ist. Dann hat sie nicht locker gelassen. Sie hat Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt. Sie hat mich noch am nächsten Tag getroffen und später auch. Sie hat mir gezeigt, daß die Umstände veränderbar sind und daß sie der tollste Mensch der Welt ist.
Heute sind alle für uns. Aber sie ist gegen die Umstände. Ich kann sie verstehen, wer möchte schon gefangen und unter Schuldgefühlen erdrückt sein. Jeder macht Fehler, ich hab viel mehr schlecht als gut gemacht mit meiner „Hilfe“ manchmal. Jetzt muß ich ihr zeigen, daß die Umstände veränderbar sind und ich hoffe sie gibt mir die Chance. So wie ich ihr damals. Ich werde genau wie sie Himmel und Hölle in Bewegung setzen. Nur für sie.

Jede Nacht summe ich ein Lied. Schatz ich wünsche mir so sehr, daß Du mich wieder an Dich ranläßt. Ich werde Dich nicht enttäuschen.

Es ist mitten in der Nacht und ich schlafe nicht,
weil ich dir tausend Gedanken schick, und ich dich immer mehr vermiss.
Du liegst neben mir, ich kann dich nicht spüren
und ich kann sie nicht ignorieren, die Angst dich zu verlieren.
Zu glauben, dass es dir gut geht, und dass du nicht an mich denkst,
tut mir weh, es ist ein mieses Gefühl, das mich so quält.

Denkst du nie zurück an unsere Anfangszeit,
wo es gut war, nur verliebt zu sein
und zu hoffen, dass man dem Anderen reicht?
Und wann kam dieser Tag, als da erste Zweifel waren,
ob unser Weg wirklich endlos ist?

Was kann man tun, wenn das Herz brennt,
wenn die Flamme sich immer tiefer in die Seele frisst?
Was kann man tun, wenn das Herz brennt,
wenn außer Asche von der Liebe nicht vielübrig ist?
Was kann man tun?

Woher kommt der Hass, der uns verleitet
immer wieder anzugreifen, um jedes bisschen Nichts zu streiten?
Mit messerscharfen Worten stechen wir auf uns ein,
zerschneiden unsere Liebe – wir sind hilflos dabei.

Die Toten Hosen – Herz brennt

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