Artikel von März 20th, 2006

Nur das Eine

Es ist doch einfach nicht zu fassen. Ich habe wieder nichts für die Uni gemacht. Diese verdammten sechs Seiten kommen einfach nicht aus meiner Feder. Jedes Mal, wenn ich anfange zu schreiben kommen Beiträge wie dieser zu stande. Märchen, Geschichten, Gedanken und Geschwafel, aber kein wissenschaftlicher Text. Alles was ich denken kann, ist daß ich sie vermisse. Ganz simpel, ganz albern und ganz einfach. Ich glaube, ich habe Angst, daß wir irgendwann feststellen, daß wir gar nichts an uns vermissen. Daß unsere gemeinsame Basis auf einmal verschwindet oder nie da war. Verlustangst 2.0. Das ist so albern für einen 23-jährigen Studenten, der glaubt an Menschen alles zu verstehen. Wah ich vermisse sie.Wah Waaahh. Sie hingegen benimmt sich spitze. Ich fühle mich andererseits total wohl, weil sie anruft und mir liebe SMS schreibt. Larissa hat mich vorhin einfach so angerufen, weil sie mich vermißt und an mich gedacht hat. Ihre Stimme klang so liebevoll und warm, ganz im Gegensatz zu früher. Ich denke, wenn sie inzwischen mich versteht, muß ich auch meine Angst nicht an ihr auslassen. Ich freue mich so sehr, daß es sie gibt. Ich werde wohl Mittwoch mal das Pferd besuchen, ganz allein. Ich wünschte, ich könnte ins Fitnessstudio, aber ich habe immernoch husten. Irgendwie muss ich noch die Arbeit für die Uni beenden, dann wollte ich noch WordPress updaten und ja in World of Warcraft leveln. Aber Ich kann mich nicht mal auf das Spiel konzentrieren. Ich habe Hamburger gemacht, die waren klasse. Sogar dabei mußte ich an sie denken. Wie sie ihren Burger nehmen würde und daß sie den Burger, der in Peperoni Öl gebraten wurde, nicht mal mit Handschuhen anfassen würde. Dazu trinke ich gerade ein Duckstein. Das Bier ist lecker, aber Dunkles Bier oder Paulaner Salvator mag ich lieber.Vom Salvator werde ich mir diese Woche mehr besorgen. Also da ich Mittwoch und Freitag unterwegs bin, habe ich nur morgen und Donnerstag für die Politik arbeit. Also.. morgen! Auch wenn Larissa sich gut um mich kümmert, ich vermiss sie. Ich werde ihr wohl gute Nacht wünschen. Mir fehlt ihre Stimme einfach. Ich war noch nie so froh jemanden zu haben, ich habe auch noch jemanden so gemocht. Ich habe bei meinem Vater angerufen und ihn beim Kochen mit meiner Stiefmutter gestört. Die beiden waren so fröhlich und glücklich, obwohl sie nur gekocht haben. Sie haben auch schon andere Zeiten gesehen, aber das ist in...

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Märchenstunde

Ich wollte eigentlich etwas für Politik schreiben, als ich ins Träumen geriet. Ich habe dann abgebrochen, weil ich ja nun auch noch für Politik etwas schreiben muß. Das ist seit fünf oder sechs Jahren die erste Geschichte, die ich Anfange, also verzeiht sie mir. Was bedeutet schon Größe? Muß man groß sein, um etwas erreichen zu können? Oger und Orks erschrecken kleine Kinder in Märchen und Geschichten. Sie sind brutal und stark, aber hat man schon von einem Oger gehört, der erfolgreich einen kleinen Blumenladen geführt hat? Nein, das ist ein unpassender Vergleich: Oger gibt es nur im Märchen. Der Drache, der vor einiger Zeit das Örtchen Lindenwald verwüstete, war nun wirklich groß, schon fast riesig und brutal. Aber ein Drache im Blumenladen? Wohl kaum. Immerhin hat er es erreicht, daß sich in Lindenwald nun viele Köhler ansiedeln. Die Hühnerzucht, die eigentliche Spezialität des Dörfchens, erlebte schon seit Jahren eine massive Flaute. Trotzdem muß man nicht groß sein, um etwas zu erreichen. Wahrscheinlich bleiben uns die großen Dinge eher im Gedächtnis. Ein winziger Stein kann einen Erdrutsch auslösen, er muß nur den richtigen Punkt treffen. Tief in diesen Gedanken versunken machte sich Vaya auf den Weg. Von ihren Gedanken ausgehend, könnte man darauf schließen, daß sie besonders klein war. Das war sie aber nicht. Sie war durchschnittlich Groß für eine Siebzehnjährige. Es war eher, daß sie sich besonders klein fühlte. Ihrer Meinung nach fehlte an ihr jede Besonderheit. Vayas schwarze Haare waren glatt und lang. Sie schmiegten sich an ihren Kopf, verdeckten ein Teil ihres Gesichtes und hingen noch knappüber ihre Schultern. Es war hauptsächlich dem Wind zu verdanken, daß man ihre grünen Augen und die Stupsnase hinter diesem Schleier aus schwarzem Haar sah. Vielleicht fühlte Vaya sich nicht besonders, weil sie nicht auffiel. Sie wollte es auch nicht. So wie die Haare ihr Gesicht versteckten, versuchte sie ihren Teil zu tun und auch mit dem Rest ihres Körpers nicht aufzufallen. Oh man ^^ .: Blind Guardian – Imaginations from the other Side...

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