Artikel von März 17th, 2006

Gefühle im Panzer

Gestern war wieder einer dieser Tage. Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt heißt es. Liebe ist Krieg? Mehr eine Schlacht, denn das Leben ist Krieg. Tag für Tag ein kleiner Kampf für eine größere Schlacht, ein Schritt auf dem Weg zum Ziel. Es magüberspitzt und müde klingen, wie ich das hier darstelle, aber für mich ist es das nicht. Ich freue mich zu Leben und Kämpfen zu können, natürlich mit denüblichen Niederlagen und Stimmungseinbrüchen. Meine Freundin und ich waren wieder sinnlos aneinander geraten. Sie hatte Streß, ihre Tage und den Hang zum Amoklaufen. Ich war beleidigt, genervt und wollte lieb behandelt werden. Es war ein Massaker. Naja eine Stunde später wars wieder in Ordnung. So ist das halt bei uns, wir streiten uns nie weil wir ein Problem haben, nur weil vielleicht ein Satz oder Wort falsch war. Ich habe noch mit einem Bekannten viel geredet. Jetzt frage ich mich, ob ich so naiv bin oder er so verbittert. Als wir darüber geredet haben, wie man sich in einer Beziehung verhält, meinte er, daß ich wieder ein dickeres Fell brauche. Der Meinung bin ich auch. Es trifft mich schutzlos, wenn sie mich ignoriert und im Regen stehen läßt. Dann benehme ich mich immer wie ein frierender, verängstigter, nasser Pudel. Das weiß sie auch. Bei allem anderen bin ich inzwischen sehr ruhig, leider merkt sie das oft nicht, weil sie sich die Schuld für Dinge gibt und dann so tut, als wäre ich das gewesen. Genau deswegen soll ich sie ignorieren, wenn sie was hat. Aber hilft das? Sie ist so, weil sie Angst hat. Angst vor Fehlern, Angst davor sich selbst und mir nicht mehr zu genügen. Sie glaubt das nicht, aber wann merkt man schon wasüber sich selbst. Leider viel zu selten, aber das ist eine andere Geschichte, ein anderer Kampf. Ich will lieber Kraft verlieren und etwas lösen anstatt, daß es ein Leben lang immer wieder kommt. Genau deswegen soll ich keine Schwäche zeigen, keinen Angriffspunkt bieten. Aber in meiner Beziehung sehe ich das eigentlich so, daß ich meiner Freundin Dinge erzählt, Probleme teile und auch einmal schwach sien darf. Sie hilft mir dann ja. Ich möchte michöffnen können. Sonst kommt doch nicht das richtige Gefühl von Nähe auf. Das Gefühl morgens nicht aus dem Bett zu kommen, weil man noch kuscheln will. Ich brauche ihre Hilfe, weil es mir dadurch besser geht. Ich...

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