The good, the bad, the ugly

Moin,
die letzten Tage habe ich die Grundsätzlichen Tagebucheinträge weggelassen, die reiche ich jetzt mal nach. Ich habe mir das wirklich schlechte, schadenfrohe, negative, kindische und zickige für den Schluß auf.

The good
Also ich habe in den letzten Tagen eines gelernt: Sei Du selbst. Dieser Satz war schon immer einer meiner Leitfäden. Ohne es zu merken habe ich ihn aber mit Füßen getreten. Mir ist irgendwann wohl eine kleine Sicherung durchgeschmort. Ich hatte die letzten 2-3 Jahre viele Probleme mit Frauen. Es war ungerecht, gemein, nutzlos und vergebene Liebesmühe. Ich habe mich immer so angestrengt und es war am Ende trotzdem umsonst. Das brachte mich zu der hoch philosophischen Schlußfolgerung: Frauen sind scheiße. Diese Aussage fand bei Freunden bekannten sehr viel Anklang und so wurde ich bestätigt. Aber ist durch diese Einstellung etwas besser geworden? Eher nicht. Ich habe meine Freundin hart behandelt, wenn etwas falsch lief oder sie wieder ungerecht war. Bis es irgendwann so weit kam, daß ich wirklich ungerecht wurde und ihr weh getan habe. Meine Reaktion war verständlich, andere würden sagen, daß sie das so verdient hat. Aber ich sehe das nicht so. Fehler bleiben zwar Fehler, aber wie will man erwarten, daß etwas besser wird, wenn man sich selbst mies verhält? Man kann zwar Feuer mit Feuer bekämpfen, aber darf danach nicht erwarten, daß noch etwasübrig bleibt.
Es ist niemals schlecht auf andere zu hören, besonders wenn es um Dinge geht bei denen man Fehler begeht. Aber man sollte vor seinem Gewissen prüfen, ob es richtig ist was man tut. Wenn man keines hat, sollte man sich eines anschaffen, weil es schon genug Zombies auf diesem Planeten gibt. Was sind die Regeln? Was möchte man? Meine wichtigste Regel ist:Behandele jeden so wie Du auch behandelt werden willst. Das ist eine gute Regel. Sie ist gerecht, sorgt dafür daß ich mir in den Spiegel sehen kann. Man sollte sein Gewissen nie ausschalten. Mit ihm gehen langsam die Gefühle und es kommen Zweifel und Aggressivität. Gestern tat es noch weh in den Spiegel zu sehen, morgen sieht man dann nur noch seinen Körper. Aber bemerkt man auch, daß da keine Seele mehr drin steckt? Manchmal hat man keine Meinung mehr, oder man weiß nie was man zu Gefühlen und Situationen sagen soll. Kommt das daher, weil man das nachdenken abschaltet, um keine Fehler an sich selbst zu finden?
Ich für meinen Teil werde meiner Freundin Sonntag jedenfalls einen wunderschönen Tag machen. Wie? Das sage ich euch nächste Woche, sonst ließt sie hier alles schon vorher 😉

The bad
Dann gehen meine besten Wünsche noch an einen Bekannten von mir. Seine frisch getraute Frau kam gestern ins Krankenhaus, weil etwas mit ihrem ungeborenen Kind nicht stimmt. In seiner Haut möchte ich nicht stecken. Alles Gute.

The ugly
In dem Zusammenhang kriege ich schon wieder ein schlechtes Gewissen die folgende Geschichte zu erzählen, aber ein bißchen schlechtes Karma wird ja jedem erlaubt sein.
Ich war Freitag mit einer Freundin im Jack the Rippers. Während wir fröhlich redeten, kommt meine ExFreundin Becci zur Tür rein. Nachdem ihr Gehirn die Warninformationen ihrer Augen verarbeitet hatten, sah sie kurzzeitig aus wie Angela Merkel. (Zur Info: Mit Becci war ich mehrere Jahre zusammen bis sie dann nach vielen Lügen mit einem guten Freund durchbrannte, mich und alle ihre Freunde wegwarf, um plötzlich ein Leben in Eitelkeit und Egoismus zu führen.) Sie hat sich dann in unsere Nähe gesetzt, nämlich direkt hinter uns. Nunja wir haben weiter getrunken, sie wohl auch, denn kurz danach mußte sie aufs Klo. Sie rief meinen Lieblingsbarkeeper mit der Anweisung zu sich, daß er doch bitte auf ihre Sachen aufpassen möge, ich könnte etwas klauen. Wtf? Naja egal. Die nächste Zeitärgerte und löcherte er mich mit Fragen, was sie denn so studiert usw. Gut sie hat durch Vitamin B erst eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin gemacht und dann durch Vitamin € einen Platz an einer teuren schweizer Uni bekommen. So jedenfalls die Mundzumundinformationen.
Unser Gespräch wurde von ihrer Rückkehr unterbrochen und gerade als es weitergehen sollte, kam ihre Schwester rein. Ich mochte sie immer sehr, sie hat mir auch geholfen und ich ihr. Aber da sah sie eher aus, als wäre ich Frankensteins Monster. Sie schlich sich langsam an uns vorbei und ging zu Becci. Ich frage mich, was sie ihr auch erzählt hat. Die nächsten Minuten waren ereignislos, bis die beiden zusammen aufgebrochen sind. Als sie durch mein Sichtfeld spazierten, strecken sie mir perfektion synchronisiert den Mittelfinger raus und amüsierten die ganze Kneipe.
Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, es könnte nicht besser kommen, bloß dann wurde Schadenfreude in der Stärke einer Atombombe gezündet. Der Barkeeper erzählte nämlich, was meine Perfektionnisten-Barbie für Bücher lass und das sie doch sehr studienfremd sind. Seiner Meinung nach fängt sie sogar nicht an zu studieren. Es waren Bücherüber Schwangerschaft, Titel die sich damit beschäfftigen, wie man mit einem Kind klarkommt, die einen auf das Mutterglück ohne Vater vorbereiten.
Da ging wohl etwas schief. Thats Life ^^

Ich habe den Rest des Tages gefeiert, auch wenn die Bücher vielleicht gar nicht für sie waren.. aber es sah schon danach aus, oder warum durfte ich mich nicht dem Tisch nähern, während sie auf dem Klo war.

.: Bananafishbones – Diggin‘ :.

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