Der erste Schnee

Die letzten zwei Wochen waren voller Stress, Ärger und Grippe. Nach langer Zeit hatte ich mal wieder einen großen Streit mit meiner Süßen, die Uni bot mir eine Menge Streß (ich liebe Uni Streß) und ich hatte den ersten Schnupfen seit Jahren. Obwohl nicht nur Schnupfen, ich scheine alles abwechselnd zu haben. Erst Halschmerzen, dann Husten, dann Schnupfen und jetzt Schnupfen und Husten.
Nun beobachte ich wie der erste Schnee fällt. Langsam legt er ein zartes weiß auf das Gras meiner Wiese, den Teer der Straßen und den Müll der Stadt. Alles wird ruhig, unschuldig – einfach friedlich. Die Menschen sehen aus wie Farbklekse auf einer weißen Leinwand. Manche fröhlich und lachend, manche fluchend und hustend.
Schließt die Augen und… nein noch nicht jetzt. Ihr müßt erst bis zum Ende lesen. Stellt euch vor, alles ist weiß vor Schnee. Die Flocken fallen auf euer Gesicht. Die Welt um euch ist Still und ihr könnt euren Atem sehen, aber euch ist warm, weil ihr wißt, daß ihr von jemandem geliebt werdet. Das Gefühl ist für mich Weihnachten. Früher habe ich gerne gebadet. Dabei war ich ganz im Wasser und das Fenster war offen, so daß der Schnee etwas hineinfiel und ich nach draussen sehen konnte. Es war nicht kalt, nur schön.
Sobald sich das stille Chaos draussen etwas gelichtet hat, werde ich wohl mein Mountainbike schnappen und die Hölle loslassen im Schnee. Etwas, das genauso schön ist wie Stille, ist wenn man derjenige ist, der sie mit voller Energie bricht.
Ich wünsche euch einen schönen Winter, gute Freunde und verdammt viel Feuer im Herzen.

.: Guano Apes – Lords of the Boards :.

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