Virtuelle Familie, Realer Ärger

Hey erstmal Hallo an alle, die noch lesen.
Meine Hausarbeit ist fertig, ich hab wieder Zeit und ich vermisse das Schreiben. Genau jetzt wo meine Hausarbeit fertig ist, kümmere ich mich mehr um meine Hobbies. Dazu gehört auch World of Warcraft und meine Gilde. Gilden sind für mich eine kleine Familie, so wie für andere ein Verein. Man verbringt viel Zeit miteinander, zwar virtuell, aber reale Zeit geht vorbei und reale Gespräche werden geführt. Es finden sich auch Freunde, Feinde und Liebe in Spielen – genau wie in Chats, Foren und ich Kontaktanzeigen. So ist das hier im 21. Jahrhundert nun mal.
Eine Gilde ist wie alles im Leben eines Menschen, auch wenn er es oft nicht einsieht, eine politische Sphere. Eine Gilde muß geleitet werden, Entscheidungen werden getroffen und Menschen werden traurig sein. Ich weiß das, ich bin Anführer – wenn auch im Ruhestand. In dieser Gilde muß ich auch nichts führen, selbst wenn ich könnte. Ich vertraue darauf, daß ich durch reden etwas erreiche. Mit Vertrauen in Politik ist das so eine Sache. Das sehe ich heute nach den Wahlen deutlich wie nie. Die CDU mag gewonnen haben, aber das Wählerverarschen geht schon los, ohne das wer merkt. Fern ab deröffentlichen Meinung, die gerade blind den Schildwall der SPD niederschleift. Schade finde ich, daß die SPD zwar dick aufgetreten ist, aber ihre dicken Eier nicht bis zum Ende durchgesetzt haben. CDU / CSU sind zwei Parteien und werden als eine gezählt weil es Tradition ist. Judentöten war bei uns auch einmal fast Tradition, aber trotzdem nicht richtig.
Genug der Worte.
Jetzt geht es um andere Märchen. Kennt jemand „Marry had a little lamb“? Gut diese Brücke zu erklären, wäre nun etwas zuweit ausgeholt. Mir geht es eigentlich nur um Schafe, Marry und einen kleinen Baumkuschler. Der Baumkuschler, der bin ich, und ich rege mich sehr darüber auf, daß Marry, die seit neustem Schafe in meiner Familie sammelt, vielen das Leben schwer macht. Hinter vielen Ecken wird geflüstert, daß Marry andere stört mit ihrer Art. Aber laut sagt das natürlich niemand. Sie hat es auch schwer, nie hört jemand auf sie, fast nie ist jemand freundlich und geholfen wird ihr sowieso nie. Jedenfalls sagt sie das, selbst wenn ihr gerade geholfen wurde. Sie ist halt kompliziert, sagt sie selbst. Suizidgefährdet, Aufmerksamkeitsdefizit und auf dem besten Weg zu Borderline. Mit alleröffentlichen Ehrlichkeit redet sieüber sich und erwartet Verständnis.
Verständnis habe ich viel, aber man sollte andere so behandeln wie man selbst behandelt werden will. Mit diesem guten Vorsatz geht das Rummeckern und negative Darstellen von Marry weiter. Ihre Schafe immer nah bei sich, damit sie nicht alleine ist. So wie das Meckern fortläuft, so das flüstern hinter dem Rücken.
Wie in der Demokratie bilden sich jetzt Parteien. Marries kleine Lämmer, die bösen Lämmerschlächter und die aller größte Partei, das wandelnde „egal“: Das Schweigen der Lämmer. Nun bei all dem geschreibe, was ist mein Punkt.

Ich finde, daß es schlimmer ist, hinter dem Rücken zu reden, als Probleme anzusprechen und auf die eine oder andere Weise zu lösen. Familien funktionieren nicht in dem man flüstert und andere ignoriert. Man muß Teil einer Familie sein, ein größerer Teil als egal. Eine Familie, der alles egal ist, hat keinen Zusammenhalt. Eine Familie die Flüstert und mehrere Lager hat, ist schon geschieden.
Ich bin davon direkt betroffen. Ich habe gesagt, daß Marrys Art nicht in Ordnung ist. Ganz offen, ganz laut, ofter vernünftig und manchmal auch ihrem Ton angepasst. Ich war nie unfair zu ihr, denn ihre Meinung zählt genau wie meine, solange wir Teil dieser Familie sind. Ich helfe gerne Menschen, besonders bei Gefühlen, das wissen alle und darauf vertrauen alle, die mich im Reallife kennen. Marry hat Probleme, das glaube ich auch. Sie ist die Art Goth, die ich nicht mag. Nicht aus dem Grund, daß sie traurig, vielleicht sogar depressiv ist. Nein sie hat die Art, die mit ihrer depressiven Seite auftragen damit sie Aufmerksamkeit bekommen und keine Hilfe. Das hilft weder ihr noch macht es mein Leben schöner. Sowas hatte ich schon einmal, zwar viel extremer, aber die liebe Mykoplasma war mir eine große Wahrnung.
Nun wie geht man in der Familie mit dem Problem um. Zuerst schließt sich die egal Partei dem Schaf an, das man lautesten blööökt. Wie in der Musik machen die schwarzen Schafe den meisten Krach. Die netten Schafe, wollen fair bleiben und entscheiden sich für einen Kompromiss. Dieses mal sehe ich das nicht ein. Ich sehe es nicht ein, wegen jemandem, der schlechte Laune verbreitet mein Leben einzuschränken, obwohl viele das gleiche denken, aber nicht sagen. Ich bleibe fair, ich gebe anderen die gleichen Rechte wie mir, aber warum nutzen sie nur die, die nur an sich selbst denken. Alle guten Leute denken an andere und dann an sich und entscheiden das beste für beide. Das ist ein Ungleichgewicht, weil ein Teil immer etwas gibt und der andere Teil immer etwas mehr nimmt.
Man kann auch gut sein und dicke Eier haben. Man kann seine Meinung gegen andere durchsetzen ohne gleich egoistisch
zu sein. Warum? Weil man manchmal einfach Recht hat und die anderen das nur nicht einsehen, weil es ihnen einen Vorteil verderben würde. Man muß ein Gleichgewicht bilden und nicht nur neutral sein. Man muß denken, fühlen, wünschen. Alle anderen tun es auch. Man muß tun, was man für richtig hält verdammt. Egal wann, egal wie und wenn man fühlt, daß es falsch ist, auch wenn es vielleicht das perfekteste wäre, dann bleibt es falsch!
Egal wer mich, meine Freunde und meine Lieben egal aus welchem Grund runterzieht, beleidigt, fertig macht – er bekommt dafür die Quittung. Auch wenn er depressiv, ein Schaf oder eine Marry ist. Für einander da sein, ehrlich sein und sich helfen – das heißt für mich Familie.

.: Korn feat. Limp Bizkit – All in the Family :.

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