wtf?

wtf?
Bei mir gehen die Gedanken gerade in jede Richtung. Kreuz und quer bis sie kollidieren – alles was bleibt ist.
wtf?
Worum dreht es sich wohl? Um die Uni natürlich. Generell um die Frage, wie ich studieren soll, was ich tun soll. Alles dreht sich bei mir um Lehrpläne, Wochenstunden und Prüfungsvorausetzungen.über alles was zwischen Schwarz und Weiß ist.
Was soll ich machen? Wo istüberhaupt mein Problem… vielleicht sollte ich damit anfangen.
Also, was ist mein Problem? Ich weiß nicht, ob ich alles richtig mache.
Was soll man tun? Effizient schnell einen Abschluß bekommen, oder wirklich etwas lernen? Was will ich mit meinem Studium erreichen?
Ich möchte mich in Zukunft mit Teilen der Geschichte und Politik auskennen, meine Fachgebiete lernen und dort wirklich wissen erlangen. Aber das kann ich nicht erreichen, wenn ich schnell studiere.
Es gibt zu wenige Kurse, die ich so kombinieren könnte, daß ich mich 24h am Tag mit Arbeit beladen könnte.
Ich mache es, wie es mir in meinem Tutorium gesagt wurde. Ganz automatisch, es ergibt sich wirklich so. Ich habe meine 2-3 Kurse, wo ich mich intensiv mit beschäftige. Das wären Hexenverbrennung, Politische Philosophie, Bauern im Mittelalter.
In Hexenverbrennung und bei den Bauern möchte ich einen Schein machen. Bei der pol. Phil. werde ich das nicht schaffen, weil meine Hausarbeit von letztem Jahr noch fehlt. Ihr erinnert euch? Der Verschwundene Partner.
Nun das sind jetzt 6 Stunden wöchentlich. Dann gehe ich noch Regelmäßig zu zwei anderen Veranstaltungen. Dann wären da noch 3 andere, wo ich so gut wie gar nicht bin, weil sie mich gar nicht interessieren und nur da sind meine Wochenstunden voll zu bekommen. Ja schummeln ist in. Das wurde mir hier sogar von Dozenten gesagt. Es ist Gang und Gebe 1-2 Kurse dazu zu schummeln und es meckert keiner. Ihr werdet mich verstehen, daß das eine sehr merkwürdige Basis ist sein Studium aufzubauen.
Aber genau das ist mein Problem. Die Semesterwochenstunden. Ich muss sie irgendwie voll kriegen, mit Sachen, die sowohl mir als auch dem Prüfungsamt egal sind. Hauptsache ich war in der Uni, ich werde darüber nicht geprüft, es muß in keine Bestimmung passen, ich muss nur da sein.
Da ist die Motivation wirklich nicht sehr groß. Ich sitze in der Zeit lieber in der Bibliothek und suche etwasüber Hexen raus (ehrlich!). Oder natürlich verbringe ich die Zeit auch lieber hier und schreibe Blogs und spiele World of Warcraft.
Ich schätze einen Dozenten sehr, weil er eine große Menge weiß und das auch sehr gut vermitteln kann. Selbst er meinte, nach heutigem Standpunkt hätte er auch nicht studieren dürfen.
Als worum geht es? Ich studiere einen Beruf bei dem es um Wissen geht, egal wo ich lande, ich werde mit diesem Wissen arbeiten müssen. Ob als Journalist oder an der Uni.
Ich habe nur so viel Zeit nebenbeiübrig, obwohl ich lese, in der Bibliothek bin und in den wichtigen Veranstaltungen, daß ich echt Angst habe etwas falsch zu machen. Oder einfach nicht schnell genug fertig zu werden. Ich habe einen Leistungsdruck, der mir nicht gefällt.
Nämlich diesen Zeitdruck und die Frage, ob ich auf die Ansicht der Allgemeinheit (und vielleicht auch meiner Eltern) scheiße, oder nicht. Nämlich in dem Punkt, daß Studenten als faul angesehen werden, wenn sie lange studieren. Ich habe nebenbei einige Zeit, auch wenn ich nie vor 18:00 Uhr aus der Uni zu Hause bin. Eben weil ich morgens später hin muß.
Jetzt kommt das nächste, ich habe erfahren, daß keiner meiner Dozenten prüfungsberechtigt ist, und die anderen in 1-2 Semestern aufhören, also zur Zeit meiner frühst möglichen Prüfung.
WTF?!
Ich versuche locker zu bleiben und vor mich hin zu studieren. Verdammt ich bin im zweiten Semester. In jedem 2. Einführungsbuch steht etwas gegen die Art des heutigen Studierens. “Geschwindigkeit geht heut zu Tageüber Wissen.”, “Eile ist geboten, es ist gewiß nicht leicht für einen heutigen Studenten.” – es stimmt auch und mitten drin bin ich, der sich immer zu viele Gedanken macht.
Sine ira et studio- das ist das Motto der Geschichtswissenschaften “Ohne Zorn und Eifer.” Ich setze Eifer im Moment mit hast gleich.
Andere gehen gar nicht zur Uni und schaffen alles, wieder andere gehen immer hin und brechen ab. Ich glaube man muß es genießen und das Studium in Geschichte verläuft in Eigenverantwortung. Ich glaube mich stört es, daß mir nicht genug eigen Verantwortung gelassen wird, um mir meinen Plan selbst zu machen, aber so viel, daß ich auf die Fresse fallen kann und keiner hebt mich auf.
Meinen Ansprüchen genüge ich. Ich kümmere mich um die Sachen, die wichtig sind. Es sind eigentlich nur die Wochenstunden und meine fehlenden Prüfer, die mich unzufrieden machen. Der Fehler könnte sich aber durch ein extra halbes Jahr ausbessern lassen.. aber das Wort “extra” stört den Schnellstudierer.
Mir fehlt der Abschluss hier jetzt. Ganz einfach weil ich keine Lösung habe. Wird sich alles zeigen.
In diesem Sinne,
Chaos

.: Kid Rock – Bawidaba :.

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