Mauern

Ich bin wieder da! Wie oft habe ich das schon geschrieben? Manchmal bin ich froh, daß das Meiste meines Blogs verloren ging. Ich bin wohl lange noch nicht wieder da. Komisch, dabei bin ich jetzt schon in manchen Dingen mehr, als jemals zuvor. Aber es fehlen Teile von mir.
Man baut sich Mauern, um Teile von sich versteckt zu halten, um andere davor zu beschützen und um sich vielleicht selbst nicht damit auseinandersetzen zu müssen. Ich habe gerade mit jemandem geredet, der mir aus irgendeinem Grund sehr am Herzen liegt. Am Ende waren dort so viele Mauern, daß ich nicht mehr wußte, ob ich einfach nur dagegen renne, oder ich inzwischen eingemauert war. Naja als ob Mauern etwas neues wären… nicht nach den letzten Jahren.
Aber irgendwann als ich gegen eine der Mauern lief schien sich bei mir etwas gelöst zu haben. Ich dachte eigentlich, ich wäre wieder da und dann viel mir diese Mauer in mir selbst auf. Ein Teil, den ich weggesperrt hatte.
Ich merke gerade, daß ich eigentlich zu abgelenkt bin, um das hier jetzt strukturiert niederzulegen, aber ich brauche das mal wieder.

Welchen Gedanken verfolge ich gerade?
Ich weiß nicht, ob ich mir sicher sein kann, daß ich alles verarbeitet habe. Obwohl das bis jetzt nicht schlimm ist. Es dauert wohl noch länger bis ich mich wieder komplett „unter einem Hut“ habe. Ich kenne mich aber trotzdem gut genug und hoffe, daß ich noch wachse und alle meine Mauern einreiße.

Bin ich mit mir selbst zufrieden?
Nein. Ich könnte mehr sein, meinen Weg habe ich noch nicht gefunden. Ich höre oft, daß ich etwas besonderes bin. Ich denke auch ehrlich, daß ich es bin und nicht nur als Teil einer Redewendung. Aber was nützt es mir? Meine Besonderheit ist, daß ich Menschen auf ihren Weg führen und helfen kann. Meinen Weg habe ich noch nicht gefunden, meine Kraft hat keine Verwendung und kein Ziel und ich komme mir schlecht vor, weil andere viel fleißiger sind als ich. Ich bin etwas besonderes, aber sollte ich damit auch nicht etwas besonderes anfangen?
Ich erlebe die Welt offen und sehe mehr als die meisten Menschen. Ich wäre manchmal glücklicher, wenn es nicht so wäre, aber das ist ein Teil von mir. Ich kann mich nicht ablenken und verschließen. Ich kann mir nichts vor machen, ich will ehrlich sein und ehrlich alles empfangen.
Ich suche mein Ziel und ich versuche mir auch den nötigen Halt gegen die Zweifel Anderer und gegen meinen eigenen Druck zu geben. Ich hoffe ich schaffe das. Nein, ich weiß daß ich das schaffe. Aber ich hoffe, ich schaffe es früh.

.: Subway to Sally – Die Rose im Wasser :.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: