Gedanken sind frei

Ich bin wach, doch meine Gedanken sind weit entfernt. Sie stöbern in Erinnerungen, suchen nach Menschen und Plätzen, die ich vermisse. Ich kann sie nicht lenken, aber das will ich auch nicht mehr. Solche Gedanken sind ein Teil von mir und sie sind frei, nur begrenzt von meiner Vorstellungskraft.
Ich stelle mir wieder eine dieser was wäre wenn – Fragen, die meistens weder Sinn noch Nährwert haben. Man kann nicht ändern was passiert ist, man kann nur etwas neues beginnen und hoffen, daß es etwas verändert. Freiheit ist etwas neues, eigenes beginnen zu können. Aber man selbst ist nicht so frei, wie seine Gedanken. Dafür sind Vorstellungen nur Luftschlösser, Phantasien solange man sie nicht verwirklicht. In der Realität sieht alles nur nicht so rosig aus und man muß mit den Konsequenzen seiner Wünsche leben.
Mir wird klar, dass mir immer noch ein Teil fehlt und dass ich immer noch einen Teil von jemand anderem habe. Auch wenn das nicht gut ist und auch wenn mich das schwächer macht, es ist gut so, wie es ist.
Man kann Gefühle zwar nicht vollkommen steuern, aber man kann sie verarbeiten, mit ihnen Leben oder sie nicht mehr brauchen.
In den Gedanken bin ich frei, im Leben freier als manch anderer, weil ich mich akzeptiere.
Ich für meinen Teil behalte Dich im Herzen, ob es gut ist oder nicht. Es ist ein Teil von mir und so bin ich.

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