Gruppentherapie XXL

Immer hört man generelles Klagen über das Jetzt. Allen Leuten geht es schlechter, als noch vor kurzem und die Hoffnung, dass es besser wird, hat man nach der vierten Enttäuschung langsam abgelegt. Dass man etwas alleine schafft, traut man sich oft nicht zu.
Schlechte Stimmung überträgt sich oft unbewußt auf andere, kann aber auch natürlich bewußt andere Menschen beeinflußen indem man z.B. unfreundlich, hartherzig oder geizig ist.
Wenn Menschen Gutes geschieht, hebt das natürlich die Stimmung. Gutes kann von einem selbst oder von anderen Menschen kommen.
Was ist aber wenn das Gleichgewicht von Gutem und Schlechtem auf großer Ebene kippt?
Wenn in einem Umfeld mehr Menschen Negativität und schlechte Laune ausstrahlen als es positive Menschen gibt, dann könnte das ganze Umfeld kippen. Wenn der Einzelne nicht genügend Kraft hat, um sich sein inneres Gleichgewicht zu bewahren, wird er auch aus der Bahn geworfen.
Wir werden so oft mit Menschen konfrontiert, sei es auf der Arbeit, in der Schule oder in der Freizeit. Sei es bei freiwilligen oder unfreiwilligen Treffen – Menschen haben Einfluß aufeinander.
Deutschland befindet sich seit längerer Zeit in einer Phase wo der Großteil der Mitmenschen in einen Chor des Jammerns mit einstimmt. Jeder hat etwas auszusetzen und schiebt es vor allem auf die Politik, dass es dem Einzelnen so unglaublich schlecht geht. Diese Stimmung hält besonders seit der Einführung des Euros an.
Deutsche waren immer gut darin Sündenböcke zu suchen, um von den eigenen Fehlern abzulenken. Wir Deutsche sind oft Menschen, die sich selbst sehr unter Druck setzen und Veränderungen fürchten. Deutsche werden, besonders oft von englischsprachigen Soziologen, mit dem Prinzip der „Angst“ beschrieben. Das Wort ist in dem Fall im Englischen das Gleiche. Yahoo hilft da mit näheren Informationen.
Man hat vor allem Angst zu versagen, wenn man es tut, sucht man sich oft einen Sündenbock, wird unzufrieden oder sogar depressiv. Das alles hat, wie schon ausgeführt, Auswirkungen auf andere Menschen, die dann wiederum andere Menschen anstecken. Das setzt eine große Kettenreaktion in Gang, die sich eigentlich nur stoppen läßt, wenn es Menschen gibt, die stark genug sind, sich auf sich selbst zu besinnen und mit sich im reinen sind.
Aber reicht das, das wieder zu kippen? Wohl kaum.
Was ich hier abzeichnen will sind meine Gedanken, über eine Art Volksdepression der, wenn überhaupt, nur mit Abstumpfung, Ablenkung oder Sündenböcken entgegengewirkt wird.
Als Zeichen dafür, dass der Trend des Sündenbocks wieder im kommen ist, sind die Wahlergebnisse in Ostdeutschland (Hallo Rechtsextremismus). Naja, wer sucht auch schon gern den Fehler bei sich selbst.

Schöne Neue Welt

.: Darling Violetta – I want to kill you :.

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