Artikel von Dezember 21st, 2004

Ein Weg

Als ich ganz alleine war, lernte ich meine Angst kennen und fand am Ende Mut. Als der Mut keine Lösung war, lernte ich zu vertrauen und fand die Kraft meines Herzens. Als mein Herz verkauft wurde, lernte ich wahren Schmerz kennen, und fand am Ende Liebe. Als die Liebe verschwand, lernte ich zu verlieren und fand die Kraft zu geben. Als alles was ich lernte nutzlos war, fing ich an zu glauben und fand am Ende mich. // ChaosPhoenix ./. GrimProphet .: Die Söhne Mannheims – Dein Leben...

Mehr

Heimweh

Wo fängt man an zu schreiben, wenn der Kopf voller Unordnung ist? Ich schaue auf das Jahr zurück und es ist verrückt. Es scheint als wäre alles, was im letzten Jahr geschah die Vorbereitung auf dieses Jahr gewesen. Ob Schicksal oder logische Konsequenz, ist völlig egal. Alles zählt, ist dass es so ist, wie es ist. Jedes Ende ist ein neuer Anfang. Ich mag solche Standard Weisheiten nicht, da sie oft wie leere Begriffe zitiert werden, aber dieses Mal ist es alles andere als leer. Anfang letzten Jahres brach ich mit meinem Leben, mit alten Bindungen und wollte mir etwas Neues aufbauen. Ich brach nicht mit allem von dem ich Abhängig war. Aber meine Lebensgefährtin brach später noch mit mir. So ging dann das Jahr zu Ende, ich hatte nichts Altes mehr, jeder Kampf war vergeblich. Zum ersten Mal kam ich mit Kraft nicht weiter, zum ersten Mal hatte ich kein Vertrauen mehr in mich. Zum ersten Mal hatte ich Angst und zum ersten Mal war ich wirklich auf andere angewiesen. Doch da war niemand mehr. Ganz allein mit mir lernte ich viel über mich, aber anstatt es besser zu machen fand ich eine bessere Beschäftigung und lenkte mein Interesse auf jemand anderen. Kraft hatte ich wieder, da ich nicht mehr mit Selbstzweifeln beschäftigt war. Leider half das Ablenken irgendwann nicht mehr und die Probleme kamen wieder – größer als zuvor. Dann kam dieses Jahr. Wenn das andere Jahr vom Ende alles Alten geprägt war, so ist dieses Jahr das Jahr der Lehre. Ich musste mein Wissen das erste Mal auf mich anwenden und nicht nur anderen Leuten helfen. Ich brauchte das erste Mal Mut und wieder vertrauen zu mir und alles was ich dieses Jahr hatte ging auch wieder kaputt. Alles was ich daraus behalten habe ist die Erinnerung. Es klingt wenig aber es ist viel. Die Erinnerung tut weh, aber ich habe viel gelernt und darf das nicht verdrängen. Ich tue es aber, weil es mich schmerzt – weil mein Herz geteilt ist. Das ist der Punkt, des Pudels Kern, der (un)heilige Gral. Ich bin nicht mehr ganz. Meine Stärke ist da, mein Glaube an mich ist wieder da, doch mein Herz, in seiner ganzen Kraft ist nicht vereint. Ein Teil ist bei mir und drei Andere zu ungleich großen Stücken über die Welt verteilt. Dieses Jahr hat mich gebrochen und neu erschaffen. Im Gegensatz zu vielen...

Mehr