Depressionsarroganz

Kennt ihr diese arroganze, stumpfe Art, die Menschen manchmal an den Tag legen, wenn ihr Schmerz zu groß wird und sie die Hoffnung verlieren?
Sie sagen, wie schlecht doch ihr Leben ist und sie klingen dabei, als ob sie stolz darauf wären und so als ob alle, die so selbstsüchtig sind und ein Mal Glück erfahren haben, dies nicht verstehen – also arrogant. Von oben herab erzählen sie euch von der wundersamen Melancholie ihres Lebens, die die Glücklichen ja nicht zu schätzen wissen.
Ehrlich gesagt machen diese Menschen dann einen wirklich erhabenen Eindruck auf mich, sie scheinen unverwundbar, weil sie sich für unverwundbar halten. Sie sind es auch meistens, wer traurig ist und nichts hat, der kann nichts verlieren und nicht traurig gemacht werden. Es klingt so plausibel wie ein Selbstmord, damit man einem Unfalltod entgeht.
Schade ist nur, wenn man so einen Menschen sehr gerne hat und ihm gerne etwas Glück schenken würde. Glück ist nur leider nicht erwünscht, denn es bringt ihren Unverwundbarkeits-Thron aus angesammeltem Selbstmitleid und Schmerz förmlich zum erbeben.
Egal wie sehr sich die Menschen ablenken, belügen und verstellen, irgendwann kommt alles wieder. Ob dann noch jemand mit einer helfenden Hand da ist, ist Glückssache, aber jeder ist auch seines eigenen Glückes Schmied. Seid jeder Hilfe dankbar, denn sie ist nicht selbstverständlich – immerhin ist es eure Scheiße, in der ihr versinkt.

Devil Driver – Digging up the corpses

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