Musik..

Kurz vor dem Schlafen gehen komme ich wieder ins Grübeln. Ich denke an die letzte Zeit. Es wurde so viel gesagt, gedreht und gewendet, dass ich mir vorkomme, als wäre ich Anwalt. Ob das eine Verbesserung ist? Früher hat man gesagt mein Leben sei eine Soap.
Ich durchsuche meine CDs und stelle wieder eine Playlist nach der anderen zusammen – eine Art mich auszudrücken. Das ist etwas, was eine Freundin an mir zu bewundern scheint. Sie sieht leider manchmal nicht wie wundervoll sie selbst ist.
Aber ich denke über das Gespräch mit einer anderen Freundin nach.
Sie konnte sich genauso gut über Musik ausdrücken wie ich… verstand was ich meinte und konnte antworten.
Warum sieht sie nur das schlechte in allem?

L’ame Immortelle: Im Tod vereint
Komm und sieh in meine toten Augen
Komm ganz nah, wirst Du mir jemals glauben
Dass auch ich irgendwie, irgendwann
Wieder einmal lieben kann

Dass eine fremde Macht mich lenkt
Sie für mich fühlt, sie für mich denkt
Doch schützt sie mich für diese Zeit
Vor tiefem Schmerz und Herzeleid

Ich lebe noch! Ich bin nicht tot!
Dieser Sturm tief in mir tobt
Die Liebe meine Seele eint
Im Tod vereint

Dass diese fremde Macht mich nährt
Sie mir gibt was ich begehrt
Doch wenn ich mich ihr ganz ergebe
Sag’ ich erst aufrecht, dass ich lebe!
Kommt und hört mein stummes Gebet
Kommt ganz nah bis ihr wirklich seht
Welcher Kampf tief in mir tobt
Ich lebe doch, ich bin nicht tot!

Ich lebe noch!
Tief in mir drin, irgendwo hier
Liegt immer noch ein Stück von mir
Vom Menschen der ich einmal war
Der einmal kurz die Sonne sah

Vielleicht ist das einfach nur meine Art, aber so sehr das Lied auch nach Schmerz klingt, es klingt für mich nicht nach Aufgabe. Ich bin wohl ein Mal nicht mit ihr einer Meinung.
Aufgeben war schon immer etwas, das ich nicht konnte. Aber bin ich da der einzige? Wo sind die ganzen Helden, die Krieger und Lebensretter? Die Hoffnungsträger, Silberstreifen und guten Geister?
Wozu kämpfen, wenn man am Ende immer alleine steht? Wozu überleben, wenn man das Leben dann nicht mehr teilen kann?
Aber auch wozu aufgeben, solange man noch Kraft hat? Wozu sich geschlagen geben, wenn man noch eine Chance hat?

Man wurde tot geboren, der Tod ist das einzige, was sicher ist. Das Leben muß man sich verdienen. Es ist der Lohn für den Kampf bis zum Ende… ich sage ja, aufgeben ist einfach nicht meine Art.
All das schützt mich leider nicht vor der Traurigkeit, aber die vergeht, wenn man sie versteht – zumindest meistens. Ich gebe mich nicht auf und keinen Menschen, solange er noch innerlich lebt. Viele Augen sind leer, viele Stimmen ohne Kraft, es ist traurig zu sehen, wenn jemand sich aufgibt. Aber man hat es wohl selbst in der Hand.

.: ASP – Und wir tanzten :.

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